Fiido · Stand 5. November 2026
Fiido T2: Longtail für Kinder und Einkäufe, nachgerechnet
1.299 €
Preis am 06.11. bei Fiido geprüft
Lieferbar bei Fiido
Zum Angebot bei Fiido Preisalarm: Bescheid bekommen, wenn es günstiger wirdIst das in Deutschland erlaubt?
Das belegt der Hersteller schriftlich
- erfüllt: Motor 250 W laut Hersteller
- erfüllt: Unterstützung bis 25 km/h
Weitere Punkte nennt der Hersteller nicht schriftlich. Wenn Ihnen einer davon wichtig ist, fragen Sie vor dem Kauf beim Händler nach.
Pedelec heißt: Der Motor hilft nur beim Treten, höchstens mit 250 W und bis 25 km/h. Dann gilt das Rad rechtlich als Fahrrad, ohne Kennzeichen, Versicherung und Führerschein.
Rechtsgrundlagen: § 63a Abs. 2 StVZO, § 1 Abs. 3 StVG
Kurz gesagt
Für 1.299 € bekommen Sie ein Longtail mit 998,4 Wh, hydraulischen Vier-Kolben-Bremsen und 200 kg Zuladung, dessen Akku nach unserer Rechnung bei 75 kg auf ebener Strecke im Sommer für 109 bis 133 km reicht und mit 140 kg für Sie und Ihre Ladung noch für 78 bis 96 km. Das Rad selbst wiegt allerdings 39,5 kg, und ob ein Gasgriff verbaut ist, schreibt Fiido auf der deutschen Produktseite nicht.
Rollfrei-Wertung
Aus dem Datenblatt berechnet, nicht vergeben. So rechnen wir
Stärken
- Akku mit 998,4 Wh, herausnehmbar
- Hydraulische Vier-Kolben-Scheibenbremsen
- 200 kg Zuladung, davon bis 80 kg auf dem Gepäckträger
- Reichweite in drei Stufen gemessen, mit 85 kg Last, ebener Strecke und 27 °C
- Drehmomentsensor von Mivice, 55 Nm und 7 Gänge von Shimano
- Vorderradkorb und Unterteilungs-Kit im Lieferumfang
Schwächen
- 39,5 kg mit Akku, 33,25 kg ohne
- Ob ein Gasgriff verbaut ist, sagt die deutsche Produktseite nicht
- Klingel und Rückstrahler fehlen in der Lieferliste, Bauartgenehmigung des Lichts nicht genannt
- Mit zwei Kindersitzen lässt sich der Akku nicht mehr entnehmen
Für wen?
Passt zu Ihnen, wenn …
- Sie ein oder zwei Kinder hinten mitnehmen wollen: Der Gepäckträger trägt laut Fiido bis 80 kg, für Kindersitze nennt Fiido passende Modelle von Thule und Urban Iki.
- Sie Wocheneinkauf und Kinder in einer Fahrt erledigen: Fiido nennt 200 kg Zuladung, ein Vorderradkorb ist dabei.
- Sie lieber durch einen tiefen Rahmen steigen: Die Überstandshöhe liegt bei 477 mm, die Sitzhöhe bei 760 bis 960 mm.
Eher nicht, wenn …
- Sie das Rad in den Keller oder in eine Wohnung tragen müssen: Es wiegt 39,5 kg, ohne Akku 33,25 kg.
- Ihr Abstellplatz knapp ist: Das T2 ist 1.860 mm lang und lässt sich nicht falten.
- Sie zwei Kindersitze montieren und den Akku zum Laden mitnehmen wollen: Mit zwei Sitzen lässt er sich laut Fiido nicht entnehmen.
Der Haken
Die 136,26 km aus dem Produktnamen hat Fiido in der Stufe „ECO“ gemessen, mit 85 kg für Fahrer und Ausrüstung, auf ebener Strecke bei 27 °C. Mit Kind und Einkauf hinten sind Sie schnell deutlich schwerer. Für 140 kg rechnen wir in der mittleren Stufe auf ebener Strecke im Sommer mit 78 bis 96 km, auf hügeliger Strecke im Winter mit 48 bis 59 km. Eine Messung mit mehr Last veröffentlicht Fiido nicht. Unsere Zahlen sind deshalb eine Hochrechnung aus den 85 kg, und für das Lastenrad im Familienalltag sollten Sie eher mit ihnen planen als mit der Zahl im Produktnamen.
Nachgerechnet: Wie weit kommen Sie wirklich?
Preisalarm
Wir schreiben Ihnen, sobald das Fiido T2 günstiger wird als heute (1.299 €). Wir prüfen den Preis jeden Tag.
Datenblatt
Quelle: Herstellerseite, abgerufen am 5. November 2026.
Unsere Analyse
Das T2 ist Fiidos Longtail: 20-Zoll-Räder mit 4 Zoll breiten Reifen, ein tiefer Einstieg und ein verlängerter Gepäckträger für Kinder, Einkäufe oder ein Haustier. Der Motor sitzt in der Hinterradnabe, hat 250 W und 55 Nm und wird über einen Drehmomentsensor von Mivice gesteuert. Der Akku fasst 998,4 Wh, mehr als doppelt so viel wie beim Fiido X. Im deutschen Fiido-Shop kostet die Standardversion gerade 1.299 €, durchgestrichen stehen 1.799 €.
Den Streichpreis übernehmen wir. Er liegt 38 % über dem Verkaufspreis, und erst ab 50 % rechnen wir mit dem Verkaufspreis. Ganz stimmig ist er nicht: Die Familien-Edition kostet 1.599 € ohne Streichpreis, also weniger als der angebliche Normalpreis der einfachen Version. Für die Wertung macht das keinen Unterschied. Mit 1.799 € und mit 1.599 € kommt das T2 auf 6,5 von 10, mit den 1.299 € aus der Aktion wären es 7.
Reichweite: Fiido misst mit 85 kg
Fiido legt für das T2 eine Reichweitenmessung in drei Stufen offen: 85 kg für Fahrer und Ausrüstung, ebene Fläche, 27 °C. In „ECO“ waren es 136,26 km bei 20,07 km/h im Schnitt, in „Sport“ 114,37 km bei 21,25 km/h, in „Turbo“ 102,45 km bei 22,48 km/h. Auf welchem Untergrund das Rad gefahren ist, steht nicht dabei. Das Tempo lag damit deutlich höher als bei Fiidos Messung mit dem X (13,28 bis 15,65 km/h).
Unser Rechner nimmt „Sport“ als mittlere Stufe und Fiidos „Turbo“ als unsere Stufe Sport. Auf 75 kg umgerechnet braucht das T2 in der mittleren Stufe 8,2 Wh je Kilometer. Bei 75 kg im Sommer in der Ebene kommen wir auf 109 bis 133 km, mit 80 kg im Winter auf hügeliger Strecke auf 65 bis 80 km.
Für ein Lastenrad sind das aber die leichten Fälle. Schieben Sie den Regler auf 140 kg, etwa für sich, ein Kind und den Einkauf, bleiben im Sommer in der Ebene 78 bis 96 km, im Winter auf hügeliger Strecke 48 bis 59 km. Für 12 km am Tag reicht eine Ladung damit auch im ungünstigsten dieser Fälle für vier Tage. Weiter als 140 kg reicht unser Regler nicht, obwohl Fiido 200 kg Zuladung nennt. Wie stark der Verbrauch mit noch mehr Last steigt, veröffentlicht Fiido nicht.
Zuladung, Kinder und Zubehör
Als Zuladung nennt Fiido 200 kg. Auf dem Gepäckträger sind höchstens 80 kg erlaubt. Für Kindersitze nennt Fiido eine Klemmenbreite von 16,5 bis 20 cm und höchstens 25 kg, als Beispiele den Thule Yepp 2 Maxi, den Urban Iki Ta-ke und den Urban Iki Junior. Montieren Sie zwei Sitze, lässt sich der Akku nicht mehr herausnehmen. Ob sich der Akku dann am Rad laden lässt, schreibt Fiido nicht. Fragen Sie vorher nach.
Im Karton liegen ein Vorderradkorb und ein Unterteilungs-Kit für den Gepäckträger. Das Kinder-Schutzgeländer mit Sitzkissen kostet einzeln 145 €, die hinteren Fußrasten 59 €, ein Sitzhöcker („Hump“) 82 €. Zubehör kommt laut den allgemeinen FAQ der Seite aus China, mit 15 bis 20 Werktagen Lieferzeit. Einen Anhänger hängen Sie an die 11,8-mm-Motorachse, seine Räder müssen kleiner sein als die des T2.
Gewicht und Abstellplatz
Mit Akku wiegt das T2 laut Fiido 39,5 kg, ohne Akku 33,25 kg. Der Akku allein bringt 6,25 kg auf die Waage. In unserer Wertung ergibt das beim Gewicht nur 2 von 10 Punkten. Wer täglich eine Kellertreppe vor sich hat, sollte wissen, das auch ohne Akku 33,25 kg bleiben. Für das Beladen steht das Rad auf einem Doppelständer.
Das T2 ist 1.860 mm lang, der Radstand liegt bei 1.280 mm, falten lässt es sich nicht. Messen Sie Ihren Stellplatz vorher aus. Für die Körpergröße nennt Fiido 1,55 m bis 2,00 m, die Sitzhöhe reicht laut Geometrietabelle von 760 bis 960 mm. Wenn Sie groß sind, vergleichen Sie die 960 mm mit der Sattelhöhe Ihres jetzigen Rads.
Komfort, Antrieb und Bremsen
Beim Komfort bekommt das T2 in unserer Wertung 7 von 10 Punkten: vorne eine Federgabel mit 60 mm Federweg, dazu 4 Zoll breite, pannengeschützte Reifen von CST. Eine Federung hinten nennt Fiido nicht, auch nicht für den Gepäckträger. Gebremst wird hydraulisch mit vier Kolben, das bringt 9 von 10 Punkten. Die 55 Nm ergeben bei der Bergfähigkeit 7 von 10, geschaltet wird mit 7 Gängen von Shimano.
Die Laufräder sind laut Fiido aus einem Stück gefertigt, Speichen gibt es keine. Das ganze Rad ist nach IP54 gegen Spritzwasser geschützt, das Display mit 1,47 Zoll nach IP68.
Ausstattung für den deutschen Straßenverkehr
Fiido nennt schriftlich 250 W und eine voreingestellte Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Die Schiebehilfe läuft laut Seite mit 6 km/h. Einen Gasgriff erwähnt die deutsche Produktseite nicht, weder als Ausstattung noch als ausgeschlossen. Solange Fiido das nicht schriftlich klärt, zählt dieser Punkt bei uns nicht als belegt. Als Zertifizierung nennt die Seite neben einem Banner „CE/UKCA/UL Zertifiziert“ nur UN38.3 und das Sicherheitsdatenblatt für den Akku. Die Norm EN 15194, die Fiido etwa beim C11 Pro und beim M1 Pro angibt, fehlt hier.
In der Beschreibung stehen ein Frontscheinwerfer und ein Bremslicht. Ob beide bauartgenehmigt sind, schreibt Fiido nicht. Schauen Sie beim Auspacken nach dem Prüfzeichen. Klingel und Rückstrahler fehlen in der Lieferliste. Seitenrückstrahler für das T2 kosten im Shop 16 €, ein Vorderreflektor 15 €. Eine Klingel mit dem T2 im Titel führt der Shop nicht. Die Klingel „für C21/C22/C11/C11 Pro/Titan/T1 Pro/Nomads/C700“ kostet 17 € und ist laut Beschreibung für alle Modelle außer C31 und D31 erhältlich. Ob sie ans T2 passt, fragen Sie am besten bei Fiido nach. Ohne Klingel dürfen Sie in Deutschland nicht auf die Straße.
Service und Ersatzteile
Auf den Rahmen gibt Fiido 36 Monate Garantie, auf das ganze Rad 24 Monate ohne Verschleißteile. Montiert wird das T2 laut Fiido in Frankreich. Neben der Variantenauswahl steht „Versand innerhalb von 2 Werktagen aus der EU“, in den FAQ insgesamt 8 bis 15 Tage bis zur Lieferung. Zurückgeben können Sie das Rad innerhalb von 30 Tagen, wenn es unbenutzt und originalverpackt ist. Nach dem Kauf schreiben Sie an [email protected], Telefonhilfe gibt es auf Englisch über eine Nummer in Hongkong.
Ein Ersatzakku kostet 420 €, knapp ein Drittel des Aktionspreises, und passt laut Fiido zum T1 Pro und zum T2 der Jahrgänge 2024 und 2025. Im deutschen Shop stehen für das T2 außerdem unter anderem der Motor (333 € für das T2 2025, 341 € für 2024), der Controller (76 € für 2025, 102 € für 2024), das Display (61 €), die Federgabel (139 €), ein Außenreifen (92 €) und die Bremsensets für vorne und hinten (je 69 €). Manche Teile wie das Vorderrad passen nur zum T2 von 2024. Notieren Sie sich nach der Lieferung, welche Version Sie haben. Das Display lässt sich laut Fiido in 10 Minuten tauschen.
Häufige Fragen
Braucht das Fiido T2 in Deutschland eine Zulassung?
Als Pedelec ohne Zulassung nur, wenn alle drei Kernbedingungen erfüllt sind. Zwei davon belegt Fiido: 250 W Motorleistung und eine voreingestellte Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Offen bleibt die dritte: Ob ein Gasgriff das Rad ohne Treten schneller als 6 km/h zieht, steht auf der deutschen Produktseite nicht. Genannt ist nur eine Schiebehilfe mit 6 km/h. Klingel und Rückstrahler fehlen in der Lieferliste, und eine Bauartgenehmigung für Scheinwerfer und Bremslicht nennt Fiido nicht. Fragen Sie vor dem Kauf bei [email protected] nach, ob ein Gasgriff verbaut ist und ob die 25 km/h fest eingestellt sind.
Wie weit kommt das Fiido T2 mit Kindern hinten?
Mit 140 kg für Sie, Kinder und Gepäck rechnen wir in der mittleren Stufe auf ebener Strecke im Sommer mit 78 bis 96 km, auf hügeliger Strecke im Winter mit 48 bis 59 km. Allein mit 80 kg sind es im Winter auf hügeliger Strecke 65 bis 80 km. Grundlage ist Fiidos Messung mit 85 kg. Ihre eigenen Werte stellen Sie oben im Reichweitenrechner ein, der Regler reicht bis 140 kg.
Wie viele Kinder kann ich auf dem Fiido T2 mitnehmen?
Fiido nennt ein bis zwei Kinder. Der Gepäckträger trägt höchstens 80 kg, für einen Kindersitz nennt Fiido höchstens 25 kg und empfiehlt unter anderem den Thule Yepp 2 Maxi. Sind zwei Sitze montiert, lässt sich der Akku nicht entnehmen. Das Kinder-Schutzgeländer empfiehlt Fiido für Kinder von etwa 1,10 m bis 1,40 m. Prüfen Sie die Passform vorab beim Hersteller des Sitzes und bei [email protected].
Was ist der Unterschied zwischen Standard und Familien-Edition?
Der Preis: Standard kostet gerade 1.299 €, die Familien-Edition 1.599 € (Stand 5. November 2026). Was die Familien-Edition mehr enthält, beschreibt die Seite nicht eindeutig. Der Hinweis auf ein Kindersicherheitsgitter mit Sitzkissen und hintere Fußrasten steht neben der Variantenauswahl in einer Zeile, die mit „Standard:“ beginnt. Einzeln kosten das Gitter 145 € und die Fußrasten 59 €. Lassen Sie sich vor der Bestellung von Fiido bestätigen, was im Karton liegt.